Neues bei Arbeit und Leben

Projektstart: Es geht uns was an

„Es geht uns was an!“ – Migration und ihre umwelt- und entwicklungspolitischen Hintergründe

Die Globalisierung lässt die Welt zusammenrücken und bringt Verflechtungen und Abhängigkeiten im wirtschaftlichen Bereich. Dabei werden bestehende Machtverhältnisse und Disparitäten zwischen globalem Norden und globalem Süden verstärkt.

Die Länder des Südens bleiben häufig nur Lieferanten billiger Rohstoffe oder Produktionsorte für schmutzige Industrien mit billigen Arbeitskräften.
Die ungleiche Entwicklung sowie die ökologischen Auswirkungen der fossilen Industrialisierung beeinträchtigen die Lebensgrundlagen vieler Menschen und führen zu Notsituationen, Konflikten und Umwelt- und Naturkatastrophen.
Diese Auswirkungen sind im globalen Süden zumeist heftiger und den Ländern fehlen Mittel und Möglichkeiten für Anpassungsstrategien. Um ihr Überleben zu sichern suchen deshalb viele Menschen Perspektiven an anderen Orten, die bessere Chancen verheißen.

So sind 2015 auch in Deutschland ca. 1 Million Menschen angekommen und es zeigten sich Teile der Bevölkerung hilfsbereit, spendeten oder engagierten sich ehrenamtlich und tun das bis heute. Dabei treffen sie jedoch nicht selten auf Unverständnis und Vorurteile. Auf der anderen Seite gibt es eine wachsende Zahl von „besorgten Bürgern“, die sich ökonomisch, sozial und kulturell von Zuwanderung bedroht fühlen.

Mit dem Projekt „Es geht uns was an!“ sollen vor allem ehrenamtlich Tätige im Bereich Migration bei Hilfsorganisationen, Vereinen und Initiativen in ihrem Engagement bestärkt werden. Dafür wird ihnen fundiertes Wissen über Hintergründe, Ursachen und Zusammenhänge von Migration auf der einen und Umwelt- und Entwicklungspolitik auf der anderen Seite vermittelt. Es soll deutlich werden, welche Auswirkungen die wirtschaftliche Globalisierung und der globale Klimawandel auf Umwelt- und Lebensbedingungen hat, dass dadurch Existenzgrundlagen von Menschen weltweit, vor allem aber im globalen Süden eingeschränkt oder zerstört werden und welchen Anteil unsere westlich-industrialisierte Wirtschafts- und Lebensweise daran hat.

Um das zu erreichen, werden Bildungskonzepte und -formate gemeinsam mit den Zielgruppen entwickelt, erprobt und evaluiert. Für die Vermittlung der Bildungsinhalte werden MultiplikatorInnen als Teamende ausgebildet. Es wird angestrebt, einen hohen Anteil an Menschen mit migrantischen Biografien als Teamende zu gewinnen, um deren spezifisches Wissen und ihre Fähigkeiten einsetzen zu können.

Projektlaufzeit: 01.01.2017 – 31.12.2018

Ansprechpartner

Uwe Flurschütz
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Projektträger ist der Bundesarbeitskreis ARBEIT UND LEBEN. Umsetzende Stelle des Projekts ist ARBEIT UND LEBEN Thüringen
Das Projekt wird gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Rahmen des Förderprogramm Entwicklungspolitische Bildung (FEB) aus Mitteln des BMZ.

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