Projekt: Für ein menschenfreundliches Thüringen

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Thüringen wird in naher bis mittlerer Zukunft einen erheblichen Mehrbedarf an Fachkräften haben, wie es diverse Untersuchungen vorhersagen. Neben guter Ausbildung und der Attraktivitätssteigerung des Thüringer Arbeitsmarktes setzen sowohl die Landesregierung als auch die  Industrie- und Handelskammern dabei verstärkt auf die Anwerbung ausländischer Fachkräfte. Wie bereits gemachte Erfahrungen zeigen, bedeutet dies neue Herausforderungen für die Thüringer Wirtschaft allgemein und den einzelnen Betrieb im Speziellen: Für die neuen Fachkräfte muss aktiv eine „Willkommenskultur“ geschaffen werden, um sie in Thüringen und im Betrieb aufzunehmen und ihnen einen guten Start zu ermöglichen. 

Die Landesregierung hat mit dem Welcome Center Thuringia eine Anlaufstelle für ausländische ArbeitnehmerInnen geschaffen, gleichzeitig braucht es jedoch auch Unterstützungssysteme für die Belegschaften in den Betrieben. Sowohl unsere bisherigen Erfahrungen, die aktuelle Diskussion um die Pegida-Bewegung, als auch zahlreiche Studien zeigen jedoch, dass es - wie in der gesamten Gesellschaft – auch unter Thüringer ArbeitnehmerInnen eine hohe Ablehnungsquote gegenüber Menschen aus dem Ausland gibt, was einer aktiven „Willkommenskultur“ entgegensteht. Arbeit und Leben Thüringen möchte sich daher in der weiterführenden Phase des 2014 initiierten Projekts „Für ein menschenfreundliches Thüringen“ dafür einsetzen, Vorurteile und Ressentiments bei Thüringer ArbeiterInnen und Angestellten abzubauen und gemeinsam mit einzelnen Betriebsräten und Belegschaften einerseits und andererseits mit GewerkschaftsvertreterInnen ein positives Willkommens-Klima für künftige ausländische Fachkräfte zu schaffen.

Dafür bieten wir ein breites Angebot an Bildungsveranstaltungen an, welches von zweistündigen Workshops zum politischen und gesellschaftlichen Bewusstsein Thüringer ArbeiterInnen und Angestellter, über Informationsabenden zu rechtspopulistischen Erscheinungen wie AfD, Pegida, etc. bis hin zu Wochenendseminaren zu gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in der Gesellschaft und Diskriminierung in Unternehmen reicht. In der Ausgestaltung der Veranstaltungen sind wir inhaltlich und methodisch flexibel und können daher individuelle Bildungsangebote anbieten, welche an die speziellen Bedarfe ausgerichtet sind.

Neben der Auseinandersetzung um ausländische Fachkräfte, möchten wir dabei auch andere Diskriminierungsformen im Betrieb in den Fokus nehmen. Beispielsweise wenn es um Konflikte zwischen älteren und jüngeren ArbeitnehmerInnen oder zwischen der Stammbelegschaft und ZeitarbeiterInnen geht.

Falls wir Ihr Interesse geweckt haben, freuen wir uns, wenn Sie sich mit Ihren Wünschen und Vorstellungen an uns richten.

Ansprechperson

Franziska Pullmann
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Das Projekt wird gefördert vom Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport und dem Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit: 

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