Medien und Digitalisierung
Heute bestimmen Medien unseren Alltag, ob am Smartphone, dem PC oder dem guten alten Radio. Wohl nie zuvor waren Menschen so gut miteinander vernetzt. Die Digitalisierung hat unser tägliches Leben und die Arbeitswelt tiefgreifend geprägt. Arbeit und Leben Thüringen bietet daher Bildungsmodule mit einem besonderen Augenmerk auf Teilhabe, Mitbestimmung, politische Bildung und kritische Medienreflexion an.
Unsere Bildungsangebote sind darauf ausgerichtet, den Lernenden die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten zu vermitteln, um aktiv und kritisch am digitalen Diskurs teilzunehmen. Von Workshops über Fake News und Desinformation bis hin zu Angeboten über digitale Demokratie und Mitbestimmung – wir bieten eine breite Palette von Programmen, die die neuesten Ansätze und Technologien in der Medienbildung integrieren.
Doch warum ist der Fokus auf Medien, Digitalisierung und politische Bildung bei Arbeit und Leben Thüringen so zentral? Weil wir erkennen, dass die digitale Transformation nicht nur technologische, sondern auch kulturelle und gesellschaftliche Veränderungen mit sich bringt. Wir verstehen es als unseren Bildungsauftrag sicherzustellen, dass jede und jeder die Werkzeuge und das Wissen hat, um aktiv an der Gesellschaft teilhaben zu können.
Durch kritische Medienreflexion und politische Bildung möchten wir eine informierte und engagierte digitale Bürgerschaft fördern, die in der Lage ist, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen und gleichzeitig ihre potenziellen Fallstricke zu erkennen.
Aktuelle Projekte
DEBATE bringt demokratische Werte und Debattenkultur in digitale Räume wie Reddit und 9gag. Mit moderierten Foren, AMA-Sessions und Microlearning-Inhalten fördern wir respektvolle Dialoge, stärken Handlungskompetenzen und schaffen sichere Räume für junge Menschen online.
Transformationsprozesse prägen alle Lebensbereiche – doch wie erleben Jugendliche diese Veränderungen und welche Zukunftsvisionen haben sie für das Jahr 2030?
Mit dem Projekt „Deine Vision 2030“ lädt Arbeit und Leben Thüringen junge Menschen ein, ihre Vorstellungen von Zukunft zu entwickeln und zu teilen.
Dazu bieten wir Workshops, Aktionen und Bildungsformate an Schulen, in Jugend- und sozialen Einrichtungen sowie im Freiwilligendienst.
Als Koordinationsstelle der U18-Wahl in Thüringen ermöglichen wir Jugendlichen, ihre politischen Ideen sichtbar zu machen.
Fakten erkennen, analysieren, Kompetenz stärken, Teilhabe fördern, Interpretieren, Verantwortung übernehmen
In Bildungsmodulen lernen Teilnehmende die Grundlagen des Mediensystems kennen, erfahren, wie Desinformation, Verschwörungserzählungen und diskriminierende Inhalte im digitalen Raum entstehen und verbreitet werden und entwickeln Strategien, um souverän damit umzugehen. Die Angebote fördern Medienkompetenz und kritisches Denken. Sie richten sich an Jugendliche sowie an Multiplikator:innen in Fortbildungen.
Das Projekt „GenerationenEcho“ stärkt die Medienkompetenz älterer Menschen durch die Produktion von Radiosendungen in Thüringer Bürgerradios, fördert Teilhabe und den Dialog zwischen Generationen, vermittelt den Umgang mit digitalen Technologien sowie kritisches Denken und strebt eine langfristige Verankerung in der Medienlandschaft an.
Wir vermitteln Grundlagen zum Medienbegriff und Mediensystem, zeigen auf, wie Nachrichten entstehen und welche Rolle Pressefreiheit in einer Demokratie spielt.
Die politische Bildung ist ein Kernthema unserer Arbeit mit Jugendlichen. Innerhalb des KJP organisieren wir Seminare oder arbeiten in Kooperation.
Archivierte Projekte
Das Projekt "dazwischen" ermöglichte jungen Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedlern aus Gotha im Alter von 16-19 Jahren die Erstellung eines Dokumentarfilms über ihren Alltag und Lebenswelt. Ziel war die Förderung von Medienkompetenz und Selbstreflexion durch die praktische Umsetzung und Präsentation im Jugendclub "New E-Haus".
Projekttage und Medienarbeit gegen Verschwörungsdenken im familiären Umfeld
Verschwörungsdenken begegnet uns in medialen Räumen aber auch im persönlichen Umfeld. Oft wissen wir nicht, wie wir damit umgehen sollen. In dem Projekt schaffen wir gemeinsam mit Radio F.R.E.I. als Kooperationspartner einen Raum, in dem für das Thema sensibilisiert und ein geeigneter Umgang damit ausprobiert werden kann.
Wir begleiten Arbeitnehmer/Innenvertretungen in Thüringen beim digitalen Wandel im Unternehmen, analysieren den aktuellen Stand der Digitalisierung und entwickeln gemeinsame Handlungsgesetze. Außerdem bieten wir Veranstaltungen zu verschiedenen Themen der Digitalisierung an.
"Empowered by Democracy" befähigte junge Geflüchtete in Thüringen und darüber hinaus, aktiv an politischen Prozessen teilzunehmen und gemeinsam mit heterogenen Gruppen demokratische Werte zu erlernen. Durch intensive Workshops, unter anderem in der KZ-Gedenkstätte Buchenwald und im Bundestag, werden historische und aktuelle Herausforderungen beleuchtet, um ein besseres Zusammenleben in der Gesellschaft zu fördern.
Das Projekt "Evaluation der politischen Jugendbildung" zielt darauf ab, Indikatoren zu entwickeln, um die Wirkung politischer Jugendbildung besser zu erfassen.
Fachkräfte aus Thüringen besuchten im Juni 2005 das gambianische Jugendhaus NEWFOY, während NEWFOY-Jugendarbeiter im September/Oktober 2005 nach Thüringen kamen. Das Projekt förderte den Austausch und die Qualifizierung in der Jugendarbeit sowie die Bewusstseinsbildung über beide Partnerländer.
Radiosendereihe zu den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung.
Das interaktive Hörspiel "Unter Verdacht" behandelt Fake News und Verschwörungsdenken und bindet die Hörer:innen über Smart Speaker in die Entscheidungen ein. Ergänzt wird dass Projekt durch den Podcast "Geteiltes Leid".
Die Fragen „Was finde ich wichtig?“ und „Was möchte ich zeigen und wieso?“ helfen, den eigenen Blick auf das Leben zu schärfen. Die im Workshop entstandenen Fotografien werden am 02. Februar 2017 öffentlich präsentiert und von den Teilnehmerinnen erläutert. Das Projekt "Frauen iD", organisiert von Arbeit und Leben Thüringen, dem FrauenZentrum Erfurt und Plattform e.V., wird im Rahmen des Bundesprogramms "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" durchgeführt.
Das Projekt "Integr@tion im Ilmkreis" zielt darauf ab, Menschen in Heiligenstadt durch die Nutzung des Internetcafés in das soziale Umfeld zu integrieren. Es fördert die Verbesserung von Kontakten und unterstützt bei der Heranführung an soziale Einrichtungen. Zudem werden kommunikative, soziale, sprachbezogene und berufsorientierte Kompetenzen entwickelt und durch kursförmige Bildungsangebote im Bereich IT, Sozial-, Sprach- und Berufsorientierung gefördert.
Das Projekt "Jugend für Gotha" zielt darauf ab, durch einen gesellschaftspolitischen Diskussionsprozess die Lebenssituation der Jugendlichen in Gotha zu verbessern. Es fördert die politische Meinungsbildung, Teilhabe und Mitbestimmung junger Menschen, indem es diesen Raum für eigene Erfahrungen und Gestaltungsmöglichkeiten bietet.
Die Jugendlesewerkstatt zum Thema Exil- und Widerstandsliteratur bietet eine Hörcollage mit Beiträgen von Autoren wie Thomas Mann, Oskar Maria Graf, Kurt Tucholsky, Bertolt Brecht, Max Frisch sowie zeitgenössische Literatur von Hans von Ooyen.
Das Kompetenzlabors fördert Medienkompetenz durchdie Entwicklung eines ePortfolios, das Jugendlichen und jungen Erwachsenen ermöglicht, ihre Medienkompetenz zu prüfen, weiterzuentwickeln und nachzuweisen. Das Projekt schafft weiterhin ein „Fachprofil Medienkompetenz“, das pädagogischen Fachkräften hilft, mediengestützte Lehr- und Lernprozesse in ihre Konzepte zu integrieren. Das ePortfolio umfasst eine persönliche Kompetenzbilanz durch Selbsteinschätzung, Testverfahren und Medienchronik, während das Fachprofil ein Methodenset und Fortbildungskonzept zur nachhaltigen Integration der Medienkompetenzförderung bietet.
Das Projekt "Planhof" konzentriert sich auf den Zughafen, ein aufstrebendes Zentrum für junge Musiker, Grafiker, Filmer, Künstler, Designer, Graffiti-Künstler und Organisatoren in der Landeshauptstadt Thüringens.
Die Digitalisierung der Wirtschaft hat neue Arbeitsmodelle hervorgebracht, wie Industrie 4.0 oder Arbeit 4.0, die große Herausforderungen für zukünftige ArbeitnehmerInnen darstellen. Das Projekt "Unboxing: Medienkompetenz" zielt darauf ab, AusbilderInnen im Handwerk fit für die digitale Zukunft zu machen und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt.
Das Projekt war ein Austausch zwischen deutschen und ukrainischen Fachkräften der sozialen Arbeit, politischen Bildung und Medienpädagogik in Dnipro und Kiew. Die Teilnehmer beschäftigten sich intensiv mit der Holocaustaufarbeitung in der Ukraine, lernten aktuelles jüdisches Leben kennen und entwickelten Ansätze zur Menschenrechtsbildung.